Italienisches Windspiel / Piccolo Levriero Italiano / Italien Greyhound


Klassifikation FCI: Gruppe 10 Windhunde.

Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde.

Widerristhöhe* Rüden und Hündinnen von 32 bis 38 cm

Gewicht maximal 5 kg

 

Das Italienische Windspiel, ist eine der alten klassischen Windhundrassen mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte. Friedrich der Große ist der bekannteste Liebhaber dieser Rasse.

 

Windspiele sind nicht stubenrein, ängstlich, haben Glubschaugen und brechen sich ständig die Beine!

Dieses verbreitete Meinungsbild kann ich nicht bestätigen.

Das feingliedrige Geschöpf sieht sehr zerbrechlich aus, hat aber einen robusten Körperbau.

 

Wie kann es dann sein, dass sich die Rasse in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut?

Kleinhunde liegen grundsätzlich im Trend. Sie passen besser in die Zeit und in ein urbanes Umfeld, und gelten als sozialverträglich.

Aber vor allem liegt es daran, dass italienische Windspiele, egal ob alleine oder zu mehreren, einfach mutige (manchmal zur Selbstüberschätzung neigende), reizende, fröhliche, liebevolle und menschenbezogene Geschöpfe sind. Und wahrscheinlich auch, weil das Windspiel durch seinen Charme und die Liebe zu seinem Besitzer seine Menschen ganz einfach um den Finger wickelt. Sie suchen die Nähe zu ihren Besitzern, sind sehr anschmiegsam und hören gut. Ob sie dabei allerdings immer gehorchen, steht auf einem anderen Blatt!


Daher ist es wichtig, ihnen auch ihre Grenzen aufzuzeigen, damit das Zusammenleben mit ihren Menschen klappt. Ein Windspiel kann man nicht "nebenbei" halten, es fordert die seiner Meinung nach ihm zustehende Aufmerksamkeit aktiv ein. 

Regelmäßige Zahn-und Krallenpflege gehören beim Windspiel zum Standard-Wellness-Programm. Ihr kurzes Fell erleichtert die Fellpflege, die sich in der Regel mit einem feuchten Tuch bewerkstelligen lässt, erfordert aber, dass bei Regen und kalten Wetter die Kollektion der Windhundmäntel ausgeführt wird. Ebenso wichtig für das Wohlbefinden des kleinsten Windhundes ist, dass es nachts seinen Platz im Bett des Besitzers findet. Anfangs kann man noch versuchen, sich zu wehren, aber dieser Widerstand wird über kurz oder lang dem Sturkopf unterliegen.

 

Windspiele lieben die Beschäftigung. Egal ob beim Spaziergang, beim Agility oder auf den Windhundsportplätzen. Man findet in den letzten Jahren immer mehr Rassevertreter. Sie wollen rennen, beim Coursing oder auf der Rennbahn und das Vorurteil, "wenn er erstmal auf der Bahn gelaufen ist, dann kann ich ihn nicht mehr unangeleint laufen lassen" trifft definitiv nicht zu, dafür sind Windspiele viel zu sehr auf ihre Menschen fixiert.

Windspiele sind die Rassisten unter den Windhunden. Neben ihren Menschen kuscheln und spielen sie am liebsten mit anderen Windspielen. Andere Windhunde oder gar Angehörige anderer Hunderassen werden beim Spaziergang gerne schon mal verbellt. Allerdings ist das Windspiel in der Regel dennoch gut verträglich mit anderen Hunden, wenn diese akzeptieren, dass das Windspiel der Chef ist. Daher wird es erfahrungsgemäß nicht bei "nur einem" Windspiel bleiben.



*Der Widerrist ist der erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken, auch als Kör- oder Stockmaß benannt.